Hochrisiko-Zytogenetik

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NINLARO®+Rd kann die negative Prognose bei Hochrisiko-Zytogenetik ausgleichen

Eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst die Prognose von Patienten mit einem Multiplen Myelom, unter anderem spielen chromosomale Abweichungen eine wichtige Rolle.1,2

Man unterscheidet dabei2,3,4

  • Translokationen, bei denen Teile eines Chromosoms an eine andere Position umgelagert werden – z.B. t(4;14), t(14;16) und t(14;20),
  • Deletionen, bei denen Teile eines Chromosoms verloren gehen – z.B. del(17p),
  • Zugewinne, wenn Teile eines Chromosoms verdoppelt werden – z.B. gain(1q).

Nachgewiesen werden die chromosomalen Abnormalitäten in den Plasmazellen. Dabei kommen insbesondere die FISH-Analyse (Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung) oder NGS (Next-Generation Sequencing) zum Einsatz. Werden eine oder mehrere dieser chromosomalen Veränderungen bei Patienten mit einem Multiplen Myelom festgestellt, spricht man von einer Hochrisiko-Zytogenetik.3,5

Patienten mit einer Hochrisiko-Zytogenetik haben eine schlechtere Prognose als Patienten mit einem zytogenetischen Standardrisiko – dies gilt sowohl zum Zeitpunkt der Diagnose als auch beim Rezidiv. So zeigen Patienten mit einer Hochrisiko-Zytogenetik ein kürzeres progressionsfreies Überleben sowie ein kürzeres Gesamtüberleben und erleiden häufig früh Rezidive.6-10

Patienten mit einer Hochrisiko-Zytogenetik haben eine schlechtere Prognose als Patienten mit Standardrisiko.12

Von den Patienten, die in die TOURMALINE-MM1-Studie eingeschlossen waren und für die Befunde vorlagen, war etwa ein Viertel von einer Hochrisiko-Zytogenetik betroffen (definiert als Nachweis von del[17p], t[4;14] und/oder t[14;16]).11 Etwa die Hälfte dieser Patienten wies eine Deletion del(17p) auf – alleine oder in Kombination mit t(4;14) und/oder t(14;16).12 Etwa 45% der Hochrisiko-Patienten hatten ausschließlich eine Translokation t(4;14) und 5% eine Translokation t(14;16).12

  • HR = Hazard Ratio

  • IRd = Ixazomib+Lenalidomid/Dexamethason

  • Placebo+Rd = Placebo+Lenalidomid/Dexamethason.

Patienten unter Ixazomib plus Lenalidomid/Dexamethason (Rd) erreichten in der TOURMALINE-MM-1-Studie ein vergleichbar gutes progressionsfreies Überleben (PFS) – unabhängig davon, ob sie ein zytogenetisches Hoch- oder Standardrisiko aufweisen. Bei Patienten unter Placebo+Rd wird dagegen die schlechtere Prognose von Patienten mit Hochrisiko-Zytogenetik im Vergleich zum Standardrisiko deutlich.12

Das mediane PFS von Patienten mit hohem zytogenetischen Risiko lag unter NINLARO®+Rd bei 21,4 Monaten gegenüber 9,7 Monaten unter Placebo+Rd. Für Patienten mit Standardrisiko, die NINLARO®+Rd erhalten hatten, betrug das mediane PFS 20,6 Monate; mit Placebo+Rd 15,6 Monate. Auch in der Subgruppe mit 1q21 Amplifikation und NINLARO®+Rd war das PFS länger als in der Vergleichsgruppe mit Placebo+Rd.12
Damit konnte NINLARO®+Rd bei Hochrisikopatienten das PFS signifikant um etwa 12 Monate verlängern.

Im klinischen Alltag können unterschiedliche Cut-Off-Werte verwendet werden. Die Auswertung des progressionsfreien Überlebens bei verschiedenen Hochrisiko-Mutationen und unterschiedlichen Cut-Off-Werten zeigt, dass der PFS-Vorteil in der Studie TOURMALINE-MM1 unabhängig vom verwendeten Cut-Off-Wert war.12

  • KI = Konfidenzintervall

  • HR = Hazard Ratio

  • PFS = progressionsfreies Überleben

  1. Leitlinie Multiples Myelom der DGHO, www.onkopedia.com (Stand: Mai 2018) Letzter Zugriff: 19. September 2018).

  2. Lonial S, et al. Blood 2015;126:1536–43

  3. Sonneveld P, et al. Blood 2016;127:2955–6225

  4. Liebisch, P (21. August 2015), Prognostische Marker + Stadieneinteilung, online verfügbar unter: https://www.myelom.org/ (Letzter Zugriff: 02. Januar 2019).

  5. Robiou du Pont S, et al. Journal of Clinical Oncology 2017; 35:963-967

  6. Usmani SZ, et al. Leukemia 2015;29:2119–25

  7. Hanamura I, et al. Blood 2006;108:1724–32

  8. Kumar SK, et al. Leukemia 2014;28:1122–8

  9. Kazmi SM, et al. Clin Lymphoma Myeloma Leuk 2015;15:687–93

  10. Chng WJ, et al. Leukemia 2014;28:269–77

  11. Moreau P, et al. New England Journal of Medicine, 2016; 374:1621-34

  12. Avet-Loiseau H, et al. Blood 2017;130:2610-2618

Pflichtangaben Ninlaro®

NINLARO® 2,3 mg / NINLARO® 3 mg / NINLARO® 4 mg Hartkapseln
Zusammensetzung: Jede Hartkapsel enthält 2,3 mg / 3 mg / 4 mg Ixazomib (entspricht
3,3 mg / 4,3 mg / 5,7 mg Ixazomibcitrat). Sonstige Bestandteile: Kapselinhalt: Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Talkum. Kapselhülle: Gelatine, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172) [3 mg: Eisen(II,III)-oxid (E 172), 4 mg: Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172)]. Drucktinte: Schellack, Propylenglycol, Kaliumhydroxid, Eisen(II,III)-oxid (E 172).
Anwendungsgebiete: NINLARO ist in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason für die Behandlung des multiplen Myeloms bei erwachsenen Patienten indiziert, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit geg. den Wirkstoff od. einen d. sonstigen Bestandteile. Da Ixazomib in Kombination mit Lenalidomid u. Dexamethason angewendet wird, sind die Fachinformationen dieser Arzneimittel im Hinblick auf zusätzliche Kontraindikationen zu beachten. Kindern u. Jugendliche unter 18 Jahren: Nicht empfohlen. Schwangerschaft: Nicht empfohlen. Stillzeit: Stillen vor Einnahme beenden. Gebärfähige weibliche und zeugungsfähige männliche Patienten müssen während und bis zu 90 Tage nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Nebenwirkungen: Da Ixazomib in Kombination mit Lenalidomid u. Dexamethason angewendet wird, sind die Fachinformationen dieser Arzneimittel im Hinblick auf zusätzliche Nebenwirkungen zu beachten. Nebenwirkungen, die eine sofortige Information des Arztes erforderlich machen: Sehr häufig, schwerwiegend: Thrombozytopenie, die zu Nasenbluten u. leicht auftretenden blauen Flecken führen kann, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, periphere Neuropathie, peripheres Ödem, Hautausschlag, der jucken kann und nur an wenigen Körperstellen oder am ganzen Körper auftritt. Selten: akute febrile neutrophile Dermatose (Sweet-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom, Muskelschwäche, Gefühlsverlust in den Zehen und Füßen oder Lähmungen der Beine (Querschnittsmyelitis), posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom, Tumorlyse-Syndrom, thrombotische Mikroangiopathie einschließlich thrombotisch-thrombozytopenische Purpura. Sonstige mögliche Nebenwirkungen: Sehr häufig: Verstopfung, Rückenschmerzen, Infektion der oberen Atemwege, Fatigue, Neutropenie, Appetitverlust, Arrhythmie, Augenprobleme, einschließlich verschwommenes Sehen, trockenes Auge, Konjunktivitis. Häufig: Herpes zoster, Hypotonie, Herzinsuffizienz, Leberinsuffizienz einschl. Enzymstörungen, Hypokaliämie. Über eine Pilzpneumonie u. virale Pneumonie mit tödlichem Ausgang wurde bei Patienten, die Ixazomib, Lenalidomid und Dexamethason in Kombination erhielten, selten berichtet.
Warnhinweis: Zytotoxisch.
Wechselwirkungen sowie weitere Hinweise: siehe Fachinformation.
Verschreibungspflichtig.
EU-Zulassungsinhaber: Takeda Pharma A/S, Vallensbaek Strand, Dänemark
Kontaktadresse d. Pharmazeutischen Unternehmens in Deutschland: Takeda GmbH, Byk-Gulden-Str.2, 78467 Konstanz, Tel.: 0800 8253325, medinfoEMEA@takeda.com 

Stand: 08/2020

Zuletzt aktualisiert: 05.10.2020