Unser Antrieb: Die relevanten Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen

Welche Fragen bei Multiplem Myelom treiben Sie an?

Gerade im Vergleich mit anderen hämatologischen Krebserkrankungen existiert bei Multiplem Myelom ein erheblicher medizinischer Bedarf, was die Therapieoptionen zur Verbesserung der Überlebensraten und der Lebensqualität betrifft.1,2 Wir wollen uns mit den Fortschritten3,4, die in den letzten Jahren in der Behandlung erreicht wurden, nicht zufriedengeben, solange die Erkrankung nicht heilbar ist.4,5,6

Experten wird immer klarer, dass Tiefe und Dauer des Ansprechens bei einer Behandlung des Multiplen Myeloms mit der Überlebensprognose korreliert.7-13Das Wissen um den positiven Effekt einer Erhaltungstherapie auf das Therapieergebnis wächst.14,15

Auf viele Fragen zum Multiplen Myelom gibt es noch keine Antwort. Es ist aber notwendig, sie zu stellen.

Bedeutet länger therapieren gleich länger leben?

Behandlung des Multiplen Myeloms bzw. die zum Einsatz kommenden Therapieregime befinden sich derzeit im Wandel. Hintergrund ist die Verfügbarkeit neuer Wirkstoffe. Dabei sind jedoch noch viele Fragen offen z. B. nach der Auswahl der individuell geeigneten Therapie, aber auch zur Sequenz, zur Dosierung oder zum Zeitpunkt und der Dauer der Behandlung.4 Von den zahlreichen laufenden klinischen Studien in dieser Indikation erhofft man sich für die nächsten Jahre eine verbesserte Evidenzlage.

Takeda Oncology stellt die notwendigen Fragen zur Behandlung des Multiplen Myeloms und zeigt den derzeitigen Status Quo in der wissenschaftlichen Diskussion mit dem folgenden Video (DocCheck-Login benötigt) auf:

Mit dem Nachbericht zur unabhängigen Fachdiskussion „Bedeutet länger therapieren gleich länger leben?“ fasst Dr. Andreas Günther, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, die Ergebnisse der Diskussion zu dieser Frage auf esanum.de zusammen (One Takeda/DocCheck - Login benötigt):

Nachbericht zur unabhängigen Fachdiskussion „Bedeutet länger therapieren gleich länger leben?“

Bedeutet mehr Wirkung gleich mehr Nebenwirkungen?

Erklärtes Ziel ist es heute, aus der potenziell tödlichen Erkrankung eine langfristig behandelbare, chronische Erkrankung werden zu lassen.16 Neue Substanzen zeigen vermehrt günstigere Sicherheitsprofile17: Manche haben weniger Nebenwirkungen, manche andere als bisher in der Behandlung des Multiplen Myeloms beobachtete.17,18 Die Wirksamkeit einzelner Wirkstoffe kann teilweise kombiniert werden, ohne dabei die Nebenwirkungen zu verstärken.18,19 So bieten neue Wirkstoffe allein oder in Kombination mit bereits etablierten Substanzen die Chance, die Zeit bis zum Rezidiv eines Multiplen Myeloms weiter zu verlängern.19 Mit welchen Wirkstoffen, bzw. mit welchen Kombinationen und Regimen sich dieses Ziel künftig möglicherweise erreichen lässt, ist derzeit ein Fokus der wissenschaftlichen Diskussion.

In dem folgenden Video beleuchtet Takeda Oncology neuartige Wirkstoffe und zielgerichtete Therapien zur Behandlung des Multiplen Myeloms (DocCheck-Login benötigt):

Dreifach- oder Zweifach-Therapie: Ist mehr immer besser?

Im Mai 2018 wurden die Onkopedia-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinischen Onkologie (DGHO) zur Behandlung des Multiplen Myeloms aktualisiert.4 Diese tragen der Zulassung neuer Arzneimittel und Wirkstoffkombinationen der letzten Jahre Rechnung.4 Dem Behandler stehen heute verschiedene Substanzklassen zur Verfügung, darunter Immunmodulatoren, monoklonale Antikörper und Proteasom-Inhibitoren. Diese können je nach Zulassung als Monotherapie, in Zweifach- oder Dreifach-Kombination eingesetzt werden.4 Dreifach-Kombinationen sind dabei den Zweifach-Kombis hinsichtlich progressionsfreiem Überleben sowie Gesamtüberleben überlegen, wie unterschiedliche Meta-Analysen zeigen.20,21

Takeda Oncology präsentiert in folgendem Video den aktuellen wissenschaftlichen Stand zum Einsatz einiger Wirkstoffkombinationen in der Therapie des Multiplen Myeloms.

Quellen

1 American Cancer Society. Cancer Facts & Figures 2014. Atlanta: American Cancer Society; 2014.
2 Johnsen et al. Eur J Haematol. 2009; 83(2): 139-148.
3 Bergsagel PL. Where we were, where we are, where we are going: progress in multiple myeloma. Am Soc Clin Oncol Educ Book. 2014:199-203. doi:10.14694/EdBook_AM.2014.34.199.
4 Leitlinie Multiples Myelom der DGHO, www.onkopedia.com (Stand: September 2013)
5 Newberry K. OncoLog. 2011;56(7): 1-4.
6 Borrello I. Leuk Res. 2012;36(suppl 1): 3-12.
Chanan-Khan AA, Giralt S. J Clin Oncol. 2010;28(15): 2612-2624.
8 Moreau P, Avet-Loiseau H, Harousseau J-L, Attal M. J Clin Oncol. 2011;29(14): 1898-1906.
9 Attal M, Harousseau J-L, Stoppa A-M, et al; for Intergroupe Français du Myélome. N Engl J Med. 1996; 335(2): 91-97.
10 Lahuerta JJ, Mateos MV, Martinez-Lopez J, et al. J Clin Oncol. 2008; 26 (35): 5775-5782.
11 Kumar SK, Dispenzieri A, Lacy MQ, et al. Leukemia. 2014; 28(5): 1122-1128.
12 Mateos M-V, San Miguel JF. Hematology Am Soc Hematol Educ Program. 2013; 2013: 488-495.
13 Barlogie B, Anaissie E, Haessler J, et al. Cancer. 2008;113(2): 355-359.
14 Palumbo A, Niesvizky R. Leuk Res. 2012; 36 (suppl 1): 19-26.
15 Girnius S, Munshi NC. Leuk Suppl. 2013; 2 (suppl): 3-9.
16 Sriskandarajah P, Davies FE, Blood Lymphat Cancer 2014: 4: 121-34.
17 Cornell RF, Kassim AA. Bone Marrow Transplantation (2016) 51, 479-491.
18 Naymagon L, Abdul-Hay M. Journal of Hematology & Oncology (2016) 9: 52.
19 Nooka AK et al. Blood 2015; 125 (20): 3085-99.
20 Sun et al. 2017 Crit Rev Oncol Hematol. 113: 249-255.
21 Van Beurden-Tan CHY, et al. J Clin Oncol 2017; 35: 1312-1319.