Kutanes T-Zell-Lymphom

Die Bezeichnung kutanes Lymphom bedeutet, dass sich Blutzellen des lymphatischen Systems unkontrolliert vermehren und dies zu sichtbaren Symptomen auf der Haut führt. Beim kutanen T-Zell-Lymphom (CTCL) vermehren sich vor allem T-Zellen. Es gehört zu den häufigsten kutanen Lymphomen, die aber insgesamt mit jährlich einer Neuerkrankung pro 100.000 Einwohner in westlichen Ländern recht selten sind. In der Regel sind ältere Menschen betroffen, das mittlere Erkrankungsalter liegt in Deutschland bei 67 Jahren.1,2

Anzeichen und Symptome

So genannte primäre kutane Lymphome sind zum Zeitpunkt der Diagnose auf die Haut beschränkt und zeigen keine weitere Organbeteiligung. Dagegen kommt es bei sekundären Formen zu Hautmerkmalen aufgrund bestehender Lymphome oder Leukämien. CTCL-Patienten zeigen meist gut sichtbare Tumore und Plaques auf der Haut.1,2

Vor allem in fortgeschrittenen Stadien sind mit der Erkrankung häufig Schmerzen, Juckreiz und Müdigkeit verbunden. Die gut sichtbaren Hautveränderungen können zur Folge haben, dass sich die Betroffenen aus dem sozialen Leben zurückziehen und sich Depressionen entwickeln. Diese Belastungen bedeuten eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität.3,4

Therapeutische Herausforderung

Eine Heilung ist bislang nicht möglich. In frühen Stadien versucht man den Symptomen vor allem durch äußerlich aufgebrachte Medikamente und Bestrahlungen zu begegnen. Bei fortgeschrittenem CTCL mit entsprechend beeinträchtigter Lebensqualität werden in der Regel so genannte systemische Therapien angewendet, die eingenommen oder durch Injektion und Infusion verabreicht werden.1 Hier gibt es inzwischen viel versprechende Fortschritte.

Links zur Therapie

  1. Dippel E et al. S2k-Leitlinie Kutane Lymphome (ICD10 C82 - C86) Update 2016; AWMF online Stand 08/2017: 1-32

  2. Robert Koch-Institut (Hrsg.). Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland, November 2016

  3. Olsen EA et al. J Clin Oncol 2011;29:2598–2607

  4. Demierre MF et al. Cancer 2006;107:2505–2511