Stark im Kampf gegen Progress

Laut Daten des Robert Koch Instituts (RKI) war Lungenkrebs 2015 für über 45.000 Todesfälle in Deutschland verantwortlich.1 Die Zahl der Neuerkrankungen wird für das Jahr 2018 auf insgesamt 55.700 geschätzt.1 Mit 85 bis 90 Prozent stellt das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) die häufigste Form beim Lungenkrebs dar.2

Das Lungenkarzinom gehört zu den bösartigen Erkrankungen mit der höchsten Zahl an genetischen Veränderungen. Bei einigen Patienten lassen sich Treibermutationen detektieren, die Einfluss auf die Behandlung haben können.3 Etwa 2 bis 7 Prozent der Patienten mit NSCLC weisen eine Translokation im ALK-Gen (anaplastische Lymphom-Kinase) auf.4 Dies kann zur Entstehung von ALK-Fusionsonkogenen führen (meist EML4-ALK), die die Krebszelle zu vermehrtem Wachstum anregen.5 Betroffen sind häufig, aber nicht ausschließlich, Patienten jüngeren Alters, die wenig oder nie geraucht haben.6,7

1. Robert Koch Institut, Krebs in Deutschland 2013/2014, https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2017/krebs_in_deutschland_2017.pdf (letzter Zugriff 28. November 2018)
2. American Cancer Society, https://www.cancer.org/cancer/non-small-cell-lung-cancer/about/what-is-non-small-cell-lung-cancer.html (letzter Zugriff 28. November 2018)
3. Onkopedia Leitlinie „Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC)“, Stand November 2018: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-nicht-kleinzellig-nsclc/@@view/html/index.html#litID0EYMCI (letzter Zugriff 21. September 2018).
4. Economopoulou P, Mountzios G, Transl Lung Cancer Res 2016;5(6):588-598.
5. Nix NM, Browns K S, J Adv Pract Oncol 2015;6(2):156-160.
6. Chia P L, et al. Clin Epidemiol 2014;6:423-432.
7. Shaw A T, Solomon B, Clin Cancer Res 2011;17(8):2081-2086.

Alunbrig® 30 mg / Alunbrig® 90 mg / Alunbrig® 180 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Brigatinib

Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält 30 mg / 90 mg / 180 mg Brigatinib. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), hochdisperses, hydrophobes Siliciumdioxid, Magnesiumstearat. Filmüberzug: Talkum, Macrogol, Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E 171).

Anwendungsgebiete: Alunbrig ist als Monotherapie bei erwachsenen Patienten mit anaplastischer-Lymphomkinase (ALK)-positivem, fortgeschrittenen, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) angezeigt, die zuvor mit Crizotinib behandelt wurden.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, Stillen.

Nebenwirkungen: Umgehende Information des Arztes erforderlich bei Auftreten folgender Nebenwirkungen: Sehr häufig: Bluthochdruck (Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit), Sehstörungen (Blitze sehen, verschwommen sehen oder Schmerzen der Augen durch Licht), erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte im Bluttest (unerklärliche Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder –schwäche), erhöhte Amylase- oder Lipasewerte im Bluttest (Schmerzen im Oberbauch, einschließlich Bauchschmerzen, die sich beim Essen verschlimmern und in den Rücken ausstrahlen, sowie Gewichtsverlust oder Übelkeit), erhöhte Leberenzymwerte im Bluttest (Aspartat-Aminotransferase, AlaninAminotransferase) (rechtsseitige Bauchschmerzen bzw. eine Gelbfärbung der Haut oder des Augapfels oder dunkler Urin), erhöhter Blutzucker (durstig, häufiger urinieren müssen, sehr hungrig, Übelkeit oder schwach oder müde oder verwirrt). Häufig: Lungenentzündung (verschlechternde Lungen- oder Atembeschwerden, einschließlich Brustschmerzen, Husten und Fieber, insbesondere in der 1. Woche der Einnahme von Alunbrig, kann Zeichen für ernsthafte Lungenprobleme sein), niedriger Puls (Schmerzen in der Brust oder Unwohlsein, Veränderungen im Herzschlag, Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht). Weitere mögliche Nebenwirkungen: Sehr häufig: Pneumonie, Infektion der oberen Atemwege, Anämie, verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen, sogenannte Neutrophile und Lymphozyten im Bluttest, verlängerte Blutgerinnungszeit im Test “Aktivierte partielle Thromboplastinzeit“, im Bluttest verringerte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozyten), was das Risiko von Blutungen und Blutergüssen erhöhen kann, erhöhte Insulinwerte im Blut, verringerte Phosphorwerte im Blut, verminderter Appetit, verringerte Kaliumwerte im Blut, verringerte Magnesiumwerte im Blut, verringerte Natriumwerte im Blut, erhöhte Kalziumwerte im Blut, Schlafstörungen (Schlaflosigkeit), Kopfschmerzen, Empfindungsstörungen, wie Taubheit, Kribbeln, Prickeln, Schwäche oder Schmerzen in Händen oder Füßen (periphere Neuropathie), Schwindel, Husten, Kurzatmigkeit, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, trockener Mund, Stomatitis, erhöhter Wert des Enzyms alkalische Phosphatase im Blut - kann auf Organfunktionsstörungen oder Verletzungen hinweisen, Ausschlag, Juckreiz, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Schmerzen der Rippen und Brustmuskulatur, erhöhter Kreatininwert im Blut - kann auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hindeuten, schwere dauernde Müdigkeit und Erschöpfung, Gewebsschwellung durch eingelagerte Flüssigkeit, Fieber. Häufig: Gedächtnisschwäche, Änderung des Geschmackssinns, Tachykardie, verlängertes QT-Intervall im EKG, unregelmäßiger Herzschlag, Verdauungsstörungen, Blähungen, erhöhte Laktatdehydrogenasewerte im Blut - kann auf einen Gewebeschaden hinweisen, erhöhter Bilirubinspiegel im Blut, trockene Haut, Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, Schmerzen in Armen und Beinen, Muskel- und Gelenksteifigkeit, Schmerzen, Brustschmerzen und – beschwerden, Gewichtsverlust. Gelegentlich: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die schwere und anhaltende Magenschmerzen verursachen kann, mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen (Pankreatitis).

Warnhinweis: Enthält Lactose. Packungsbeilage beachten.

Wechselwirkungen sowie weitere Hinweise: siehe Fachinformation. Verschreibungspflichtig.

EU-Zulassungsinhaber: Takeda Pharma A/S, Taastrup, Dänemark

Kontaktadresse d. Pharm. Unternehmens in Deutschland: Takeda GmbH, Byk-GuldenStraße 2, 78467 Konstanz, Tel.: 0800 8253325, medinfo@takeda.de

Stand: 11/2018