Genetischer Hintergrund

ALK-positiv – was verbirgt sich dahinter?

Auf der Suche nach der individuell besten Therapieoption hat man in den vergangenen Jahren gelernt, verschiedene Subtypen des NSCLC zu unterscheiden. So kann man heute anhand der Ergebnisse genetischer Untersuchungen des Tumormaterials Faktoren identifizieren, die z. B. das Wachstum und die Ausbreitung des Tumors beeinflussen.1  Diese Untersuchungen geben Aufschluss darüber, ob der Tumor genetische Veränderungen (Mutationen) aufweist. Diese Mutationen treten in Genen auf, welche die Information für bestimmte Proteine tragen. Die Gene und Proteine haben verschiedene Namen: So ist beim ALK-positiven NSCLC das Gen, das den Bauplan für das Protein der anaplastischen Lymphomkinase (ALK) liefert, mutiert. Dabei spricht man von einer Translokation, da ein Teilstück eines Gens nicht an seiner natürlichen Position liegt. Das Protein, welches nach der Translokation auf genetischer Ebene gebildet wird, treibt das Tumorwachstum voran. Dies trifft auf etwa fünf Prozent der NSCLC-Patienten zu.2

Weltweit erkranken pro Jahr etwa 40.000 Patienten an einem ALK-positiven NSCLC.2 Die Betroffenen sind häufig vergleichsweise jung (mittleres Erkrankungsalter 52 Jahre)2, viele von ihnen haben nur wenig oder nie geraucht.3

ALK-Translokation beim NSCLC

  1. Boolell V et al., Cancers (Basel) 2015;7(3):1815-1846

  2. Chia PL et al., Clin Epidemiol 2014;6:423-432

  3. Shaw AT, Solomon B. Clin Cancer Res. 2011;17(8):2081-2086

Zuletzt aktualisiert: 23.05.2018