Das ALK-positive NSCLC – eine Form des Lungenkarzinoms

Die Diagnose anaplastische Lymphomkinase (ALK)-positiver nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (ALK+ NSCLC) kann bei Betroffenen als auch bei deren Angehörigen viele Fragen aufwerfen. Die folgenden Seiten bieten deshalb eine Reihe von Informationen, die, in Ergänzung zu dem Gespräch mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin, einen ersten Überblick zur Erkrankung geben sollen. Ein Grundverständnis der Krankheit ermöglicht es, mit der Situation besser umzugehen.

Lungenkrebs ist bei Männern die zweit- und bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung im deutschsprachigen Raum. Im Jahr 2014 sind 57 von 100.000 Männern und 29 von 100.000 Frauen neu an Lungenkrebs erkrankt.1 Besonders ältere Menschen sind betroffen: Das mittlere Erkrankungsalter liegt zwischen 68 und 70 Jahren. Obwohl Rauchen der Hauptrisikofaktor ist, können auch Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken.2

Lungenkrebsneuerkrankungen in Deutschland (1)

Es gibt unterschiedliche Formen von Lungenkrebs – eine davon ist der so genannte nicht-kleinzellige Lungenkrebs, abgekürzt NSCLC. Etwa 80 Prozent aller Lungentumore sind diesem Typ zuzurechnen.3 Das NSCLC wird wiederum in verschiedene Unterformen eingeteilt. Eine Form ist das ALK-positive NSCLC, das sich durch das Vorhandensein einer bestimmten genetischen Veränderung in den Tumorzellen auszeichnet. Solche genetischen Veränderungen – auch Treibermutationen genannt – sind bei Lungenkrebs verhältnismäßig häufig. Sie können Einfluss auf die Prognose aber auch auf das Ansprechen auf bestimmte Behandlungsoptionen haben.2

  1. Robert Koch Institut. Krebs in Deutschland 2013/2014. 11. Ausgabe, 2017

  2. Onkopedia Leitlinie „Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC)“

  3. American Cancer Society

Zuletzt aktualisiert: 08.08.2018