Ein neuer Weg der Proteasom-Hemmung

Proteasom-Inhibition – ein lohnendes Target zur Therapie des Multiplen Myeloms1,2 

  • Myelomzellen produzieren außergewöhnlich große Mengen an Protein. Sie sind daher besonders stark abhängig vom Abbau der Proteine durch Proteasome.1-5
  • Das Proteasom ist ein Proteinkomplex, der im Zytoplasma und im Zellkern Proteine zu Fragmenten abbaut – ein für die Zellen lebenswichtiger Vorgang.1-5
  • Wird die Aktivität des Proteasoms zum Beispiel durch einen Inhibitor blockiert oder verlangsamt, akkumulieren Proteine in der Zelle. Dies kann insbesondere in Karzinomzellen dazu führen, dass Wachstums-, Teilungs- und Vermehrungsvorgänge unterbunden oder verlangsamt werden und die Zelle abstirbt.1-5
  • Da sich maligne Zellen sehr viel schneller teilen als die meisten benignen Zellen, sind sie das bevorzugte Ziel von Proteasom-Inhibitoren wie Ixazomib.6
  • In vitro induzierte Ixazomib bei verschiedenen Tumorzelltypen auch direkt eine Apoptose.7,8
  • Neben der direkten Effekte auf die Myelomzellen hat Ixazomib Einfluss auch auf die Mikroumgebung der Myelomzellen im Knochenmark.7

NINLARO® ist der erste orale Proteasom-Inhibitor, der in Kombination mit Rd für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit Multiplem Myelom und mindestens einer vorangegangenen Therapie zugelassen ist 9

NINLARO® ist ein hochselektiver PI, der auf Schlüsselprozesse in den Myelomzellen und der Mikroumgebung des Knochenmarks zielt. In-vitro-Untersuchungen zeigen:9*

NINLARO®

  • bindet vorzugsweise an eine 20S-Kernuntereinheit des Proteasoms und hemmt diese
  • wirkt direkt auf Myelom-Zellen und induziert hier eine Apoptose
  • wirkt auf verschiedene Zellen in der Mikroumgebung des Knochenmarks, wie vaskuläre Endothelzellen, Osteoklasten und Osteoblasten

*Die klinische Signifikanz präklinischer Daten ist nicht bekannt.

  • PI=Proteasom-Inhibitor.

  • Rd = Lenalidomid und Dexamethason

  1. Vincenz L, Jäger R, O’Dwyer M, Samali A. Mol Cancer Ther. 2013;12(6):831-843

  2. White-Gilbertson S, Hua Y, Liu B. Front Genet. 2013;4:109. doi:10.3389/fgene.2013.00109

  3. Hideshima T, Richardson PG, Anderson KC. Mol Cancer Ther. 2011;10(11):2034-2042

  4. Obeng EA, Carlson LM, Gutman DM, Harrington WJ Jr, Lee KP, Boise LH. Blood. 2006;107(12):4907-4916

  5. Moreau P, Richardson PG, Cavo M, et al. Blood. 2012;120(5):947-959

  6. Rastogi and Mishra Cell Division 2012, 7:26 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3584802/pdf/1747-1028-7-26.pdf

  7. Chauhan D, et al., Clin Cancer Res. 2011;17(16):5311-5321

  8. Gu JJ et al., Anticancer Drugs. 2013;24(10):1030-1038

  9. Fachinformation NINLARO®, Aktueller Stand

Pflichtangaben Ninlaro®

NINLARO® 2,3 mg / NINLARO® 3 mg / NINLARO® 4 mg Hartkapseln
Zusammensetzung: Jede Hartkapsel enthält 2,3 mg / 3 mg / 4 mg Ixazomib (entspricht
3,3 mg / 4,3 mg / 5,7 mg Ixazomibcitrat). Sonstige Bestandteile: Kapselinhalt: Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Talkum. Kapselhülle: Gelatine, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172) [3 mg: Eisen(II,III)-oxid (E 172), 4 mg: Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172)]. Drucktinte: Schellack, Propylenglycol, Kaliumhydroxid, Eisen(II,III)-oxid (E 172).
Anwendungsgebiete: NINLARO ist in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason für die Behandlung des multiplen Myeloms bei erwachsenen Patienten indiziert, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit geg. den Wirkstoff od. einen d. sonstigen Bestandteile. Da Ixazomib in Kombination mit Lenalidomid u. Dexamethason angewendet wird, sind die Fachinformationen dieser Arzneimittel im Hinblick auf zusätzliche Kontraindikationen zu beachten. Kindern u. Jugendliche unter 18 Jahren: Nicht empfohlen. Schwangerschaft: Nicht empfohlen. Stillzeit: Stillen vor Einnahme beenden. Gebärfähige weibliche und zeugungsfähige männliche Patienten müssen während und bis zu 90 Tage nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Nebenwirkungen: Da Ixazomib in Kombination mit Lenalidomid u. Dexamethason angewendet wird, sind die Fachinformationen dieser Arzneimittel im Hinblick auf zusätzliche Nebenwirkungen zu beachten. Nebenwirkungen, die eine sofortige Information des Arztes erforderlich machen: Sehr häufig, schwerwiegend: Thrombozytopenie, die zu Nasenbluten u. leicht auftretenden blauen Flecken führen kann, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, periphere Neuropathie, peripheres Ödem, Hautausschlag, der jucken kann und nur an wenigen Körperstellen oder am ganzen Körper auftritt. Selten: akute febrile neutrophile Dermatose (Sweet-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom, Muskelschwäche, Gefühlsverlust in den Zehen und Füßen oder Lähmungen der Beine (Querschnittsmyelitis), posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom, Tumorlyse-Syndrom, thrombotisch-thrombozytopenische Purpura. Sonstige mögliche Nebenwirkungen: Sehr häufig: Verstopfung, Rückenschmerzen, Infektion der oberen Atemwege, Fatigue, Neutropenie, Appetitverlust, Arrhythmie, Augenprobleme, einschließlich verschwommenes Sehen, trockenes Auge, Konjunktivitis. Häufig: Herpes zoster, Hypotonie, Herzinsuffizienz, Leberinsuffizienz einschl. Enzymstörungen, Hypokaliämie. Über eine Pilzpneumonie u. virale Pneumonie mit tödlichem Ausgang wurde bei Patienten, die Ixazomib, Lenalidomid und Dexamethason in Kombination erhielten, selten berichtet.
Warnhinweis: Zytotoxisch.
Wechselwirkungen sowie weitere Hinweise: siehe Fachinformation.
Verschreibungspflichtig.
EU-Zulassungsinhaber: Takeda Pharma A/S, Taastrup, Dänemark
Kontaktadresse d. Pharmazeutischen Unternehmens in Deutschland: Takeda GmbH, Byk-Gulden-Str.2, 78467 Konstanz , Tel.: 0800 8253325, medinfo@takeda.de 

Stand: 09/2018


Zuletzt aktualisiert: 26.08.2020