Das Multiple Myelom

Das Multiple Myelom ist eine Erkrankung bestimmter Blutzellen im Knochenmark.

Wenn Sie oder ein Angehöriger mit der Diagnose Multiples Myelom konfrontiert werden, werden Sie viele Fragen haben. Mit den folgenden Informationen möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass Sie sich – in Ergänzung zu dem Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt – über das Multiple Myelom informieren können. Denn eine gute Information ist eine wichtige Basis, um mit der Erkrankung umzugehen.

Anders als bei Krebsarten wie Brust- oder Hautkrebs gibt es beim Multiplen Myelom kein Geschwür, das Sie als Patient spüren oder sogar sehen können, denn das Multiple Myelom ist eine bösartige Erkrankung bestimmter Blutzellen, die sich im Knochenmark ansammeln.1 Das ist der Grund, warum es manchmal schwierig ist zu verstehen, was sich hinter der Krankheit verbirgt.

Zu Beginn ein paar Fakten: Das Multiple Myelom ist selten, aber Betroffene sind damit nicht allein. Etwa 7.500 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an einem Multiplen Myelom.2 Es macht damit etwa 1 Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland aus.3 Das Risiko, daran zu erkranken, steigt mit dem Alter an: So treten nur etwa 2 Prozent aller Fälle vor dem 45. Lebensjahr auf.2

Das Multiple Myelom ist im Moment noch nicht heilbar.

  1. Stiftung Deutsche Krebshilfe. Die blauen Ratgeber „Plasmozytom/Multiples Myelom. Antworten. Hilfen. Perspektiven.“. Stand: 11/2016. Abrufbar unter: Weiter Letzter Zugriff: 05.09.2017.

  2. Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.: „Krebs in Deutschland 2011/2012“, 10. Ausgabe, 2015; Abrufbar unter: Weiter Letzter Zugriff: 05.09.2017.

  3. DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V., Leitlinie Multiples Myelom. Stand September 2013. Abrufbar unter: Weiter Letzter Zugriff: 05.09.2017.


Ursachen und Risikofaktoren

Entstehung, Ursachen und Risikofaktoren des Multiplen Myeloms

Beim Multiplen Myelom entarten sogenannte Plasmazellen (Myelomzellen) und teilen sich unkontrolliert. Sammeln und vermehren sich die entarteten Plasmazellen nur an einer Stelle im Knochenmark oder aber auch außerhalb des Knochens, spricht man von einem Plasmozytom, bei mehreren Stellen von einem „Multiplen Myelom“.

Krebs entsteht dann, wenn sich eine körpereigene Zelle krankhaft verändert und in der Folge unkontrolliert vermehrt.1 So auch beim Multiplen Myelom. Die Zelle, die hier entartet und sich ungezügelt teilt, ist eine sogenannte Plasmazelle (Myelomzelle). Plasmazellen werden im Knochenmark gebildet und sind ein wichtiger Teil unseres Immunsystems.2

Ist nur ein einzelner Tumor aus entarteten Plasmazellen vorhanden, spricht man von einem Plasmozytom. Bilden sich an mehreren Stellen im Knochenmark sogenannte „Herde“, handelt es sich um ein „Multiples Myelom“.

Doch wie entsteht die Erkrankung im Körper? Was passiert dabei genau? Welche Auswirkungen hat sie auf den Stoffwechsel? Diese und weitere Antworten erhalten Sie in folgendem Video.

Zuletzt aktualisiert: 10.01.2018