Symptome

Oftmals dauert es einige Zeit, bis der Arzt eine Diagnose stellt, denn die Frühsymptome eines Multiplen Myeloms sind sehr unspezifisch.

Normalerweise sind im Körper sogenannte Plasmazellen im Knochenmark als Teil unseres Körperabwehrsystems dafür zuständig, Antikörper (spezielle Eiweiße, die Immunglobuline genannt werden) zur Abwehr von zum Beispiel Krankheitserregern zu bilden.1 Entartete Plasmazellen, auch Myelomzellen genannt, bilden in der Regel im Übermaß auch diese speziellen Eiweiße oder nur Bruchstücke davon. Diese Eiweiße sind nicht funktionstüchtig und werden Paraproteine oder auch das M-Protein genannt.

Zudem werden durch eine unkontrollierte Vermehrung von Myelomzellen im Knochenmark andere gesunde blutbildenden Zellen verdrängt. Deshalb kommt es häufig zu folgenden Symptomen1:

Frühe Anzeichen der Erkrankung wie z.B. Müdigkeit, Abfall der Leistungsfähigkeit, Schwäche, Abgeschlagenheit, manchmal auch Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen1 sind sehr unspezifisch und können – neben dem Multiplen Myelom – auch viele andere Ursachen haben. Deshalb dauert es häufig einige Zeit, bis der Arzt die Krankheit diagnostizieren kann.2

Ist sie jedoch bereits weiter fortgeschritten, klagen viele Patienten über Knochenschmerzen, bleierne Müdigkeit (Fatigue), hohe Infektanfälligkeit, schäumenden Urin (der auf eine Nierenfunktionsstörung hinweist) oder Gewichtsverlust.1

  1. Stiftung Deutsche Krebshilfe. Die blauen Ratgeber „Plasmozytom/Multiples Myelom. Antworten. Hilfen. Perspektiven.“. Stand: 11/2016. Abrufbar unter: Weiter Letzter Zugriff: 05.09.2017.

  2. DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V., Leitlinie Multiples Myelom. Stand September 2013. Abrufbar unter: Weiter Letzter Zugriff: 05.09.2017.


Zuletzt aktualisiert: 05.10.2017